Alle vier Kirchen Fehmarns sind historische und geistliche Denkmäler besonderer Art. Sie sind beredte Zeugen ihrer Kulturgeschichte seit dem 13. Jahrhundert. Unsere Kirche, Johannes geweiht, bildet den Mittelpunkt Petersdorfs, des Hauptortes von Westfehmarn. Ihr Turm ist mit seinen über 60 Metern Höhe ist weithin sichtbar und wurde schon im 16.Jh. von der Schifffahrt als Tageslandmarke benutzt. Durch seine Höhe ist er bis zu 20 Seemeilen weit sichtbar. Früher richteten sich die Kapitäne nach dem Stand des Kirchturms, um sicher durch den Belt und Sund zu segeln. Auch heute wird der Kirchturm zur Land- und Seevermessung als trigonometrischer Punkt benutzt. Seit 1567 hält der heutige Kirchturm allen Naturgewalten stand. Erbaut wurde die Kirche im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts. Die ursprünglich zweischiffige romanische Kirche sollte in gotischer Zeit vierschiffig werden, was für die Bedeutung des Ortes im Mittelalter spricht. Realisiert wurden von diesem Plan das südliche Seitenschiff und der Chorraum. Dadurch kommt es zu der Versetzung der Dächer von Chor und Langschiff. Bis zur letzten Restaurierung gab es auch einen Dachreiter. Sehenswert ist im Innern der Kirche das pokalförmige Taufbecken aus gotländischem Kalkstein aus dem 13. Jahrhundert. Der darüber hängende Taufdeckel ist eine Stiftung aus dem Jahre 1779. Der Hauptaltar wird auf das Ende des 14. Jahrhunderts datiert. Im oberen Teil ist Maria umgeben von den zwölf Aposteln. Unter ihnen befinden sich dreizehn Frauenbüsten, in der Mitte Maria Magdalena. Besondere Erwähnung verdient der Sakramentsturm aus dem 15. Jahrhundert, der mit seinen 8,70 m nach dem Doberaner Sakramentschrein und dem Bronzeturm in St. Marien/ Lübeck einer der höchsten seiner Art in Norddeutschland ist.   Aus spätmittelalterlicher Zeit stammt auch die bemerkenswerte Triumphkreuzgruppe, sowie eine weitere Darstellung Marias im Strahlenkranz, eine Pieta und – eine Seltenheit – eine Darstellung des Jesuskindes unter einem Baldachin. Die Kanzel aus der Reformationszeit ist aus den Resten wieder hergestellt worden. Ähnliche Kanzeln sind in Holstein auch anderswo zu finden. In der Kirche hängen einige Epitaphe aus der Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Auch sie zeigen den Wohlstand der damaligen Bevölkerung an. Nur in wenigen Gegenden genossen Bauern so viel Wohlstand, Einfluss und Autonomie wie auf Fehmarn. Die mittelalterlichen Gilden gibt es bis heute. Die Marcusenorgel aus dem 19. Jahrhundert hat 33 Register. Die Kirche ist umgeben vom Friedhof des Kirchspiels, - und von einem Ring  Linden. Es sind 64 an der Zahl, zum Gedenken an „Befreiung“ von Dänemark 1864. St. Johannis zu Petersdorf Richard Haupt - Die Petersdorfer Kirche Der Taufstein unserer Kirche Der Peterwichtel Maria im Strahlenkranz Triumphkreuz Der Hauptaltar